Die Entstehungsgeschichte der amtlichen Regelung
Das amtliche Regelwerk entstand in einem gut zwanzig Jahre währenden
Diskussionsprozess. Im Jahre 1987 auf deutscher Seite von
Bundesinnenministerium und Kultusministerkonferenz in Auftrag gegeben,
unterbreitete die am
Institut für Deutsche Sprache
angesiedelte Arbeitsgruppe im Jahre 1989
einen ersten Vorschlag.
Dieser wurde auf zwischenstaatlicher Ebene vom Internationalen Arbeitskreis für Orthographie aufgenommen und erschien 1992 in überarbeiteter Fassung. Beide Fassungen unterscheiden sich von dem späteren amtlichen Regelwerk u.a. darin, dass sie Vorschläge zu einer grundsätzlichen Reform der Laut-Buchstaben-Schreibung (z.B. Keiser statt Kaiser) und zur Substantivkleinschreibung enthalten.
Das
amtliche Regelwerk
lag 1995 als Beschlussvorlage vor.
Es trat zum 1. August 1998 in Kraft und wurde
2004 partiell geändert.
Die Fassung 2004 diente dem Rat
für deutsche Rechtschreibung als
Ausgangsbasis für seine Änderungsvorschläge.